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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

VDVmagazin 6/2012

  • • INTERGEO 2012 – Der Messebericht Teil 1
  • • Geodätische und geotechnische Langzeitbeobachtungen an einer Rutschung im Isartal südlich von München
  • • Die „Germania Magna“ des Ptolemaios - Entsprang die Weser für die Römer am Harz?
  • • Umweltgerechtes Deponiemanagement
  • • Sondermarke zu 500 Jahre Gerhard Mercator
  • • Galileo kurz und bündig
  • • VDVmagazinPlus

 

Rolf Bull und Ralph-Gerald Siekmann-Böhm

INTERGEO 2012 – Der Messebericht Teil 1

Im ersten Teil des Messeberichts sind überwiegend die Aussteller berücksichtig, die geodätische Instrumente und Zubehör ausgestellt haben. Der 2. Teil wird in der Februarausgabe veröffentlicht. Die kurze Zeit zwischen Messeschluss und der Drucklegung von Heft 6-2012 sind der Grund für die erstmals vorgenommene Teilung des Messeberichts.

 

 

Thomas Gallemann

Geodätische und geotechnische Langzeitbeobachtungen an einer Rutschung im Isartal südlich von München

Auf ihrem Weg vom Karwendel zur Donau fließt die Isar durch wunderschöne Landschaften. Mittenwald, Krün und Lenggries säumen ihren Weg, bevor sie bei Bad Tölz die Alpen endgültig verlässt. Nun durchzieht sie das hügelige Alpenvorland bis nördlich der Pupplinger Au bei Wolfratshausen. Dort durchbricht sie in ehemaligen Gletschertoren des Isar-Loisach-Gletschers die würm- und rißzeitlichen Endmoränen zwischen Schäftlarn und Baierbrunn.  

Flussabwärts hat sich die Isar als Abfluss des schmelzenden Gletschers bereits während der letzten Eiszeit vor ca. 15.000 Jahren in die Ablagerungen der vorausgegangenen Eiszeiten eingetieft – im Süden in Moränen und in der Umgebung von München in Flussschotter. Häufig reicht die Eintiefung sogar bis in die viel älteren Tertiärsedimente.

In dem Bericht wird über die geodätische Beobachtung der Rutschungen berichtet.

 

 

Eckhard Heller

Die  „Germania Magna“  des Ptolemaios - Entsprang die Weser für die Römer am Harz?

Die Quelle der Weser am nördlichen Harzrand ist nur eine Auffälligkeit in zwei alten, hier vorgestellten kartographischen Darstellungen, die auf den Beschreibungen Ptolemaios beruhen. Auch bei der Ems zeigen sich Ungereimtheiten, die vom heutigen Bild abweichen. Daneben sind auch Orte betroffen, die scheinbar an falschen Positionen liegen. Im folgenden soll der Frage nachgegangen werden: Handelt es sich um Fehler oder sind es die zum damaligen Zeitpunkt richtigen Gegebenheiten. Im zweiten Fall würden hieraus signifikante neue historische Bezüge und Örtlichkeiten resultieren.

 

 

Verena Mikeleit

Umweltgerechtes Deponiemanagement                                      

Recycling und Controlling von Bauabfällen, so sieht der Job von Franz Riederer aus. Im ostbayerischen Tirschenreuth, nördlichster Landkreis des Regierungsbezirks Oberpfalz, sorgt der beim Landratsamt Tirschenreuth beschäftigte technische Angestellte für die korrekte Einlagerung von Asbest, Ziegelbruch und Co. auf der Reststoffdeponie Steinmühle. Asbesthaltige Abfälle werden staubdicht angeliefert und möglichst dicht aneinander und übereinander gestapelt. Anderer Bauschutt wird entsprechend zum Abdecken und zur Verfüllung zwischen den Paketstapeln genutzt sowie zur Vorgestaltung der Böschungen im Randbereich verwendet. Zudem ist die Einbaufläche in Kataster eingeteilt. Das Kataster welches über der Hauptsickerleitung liegt, wird bis zur Zielhöhe absolut asbestfrei gehalten. Im Weiteren muss streng darauf geachtet werden, dass keine gefährlichen mit ungefährlichen Abfällen vermischt werden.

Ob Volumen, Massen, Dichte oder Gefälle, diese Daten müssen exakt geprüft und stets stimmig sein. Jährlich werden auf allen Bauabschnitten der insgesamt 31,7 Hektar großen Deponie, auf der im Jahr 2011 Bauabfälle mit einem Gewicht von mehr als 93.200 Tonnen eingelagert wurden, erneute Messungen durchgeführt. Zum einen, um den jährlichen Zuwachs und somit Geländeveränderungen zu erfassen, zum anderen, um die Bewegungen der eingebauten Materialien und Setzungen zu ermitteln.

 

 

Manfred Spata

Sondermarke zu 500 Jahre Gerhard Mercator

Die Kartographiegeschichte steht 2012 ganz im Zeichen von Gerhard Mercator (1512-1594), dem „Ptolemaeus der Neuzeit“. Erfreulicherweise gedachte auch die Deutsche Post an Mercators 500. Geburtsjahr durch die Ausgabe eines Sonderpostwertzeichens (Sondermarke) am 1. März 2012. Das Markenmotiv zeigt ein Porträt von Mercator; dabei handelt es sich um einen Ausschnitt des berühmten Doppelporträts von Gerhard Mercator und Jodocus Hondius im Mercator-Hondius-Atlas 1613. So einträchtig Hondius und Mercator auf dem Doppelporträt sich gegenübersitzen, so sind sie sich doch zu Lebzeiten nie begegnet. Im Doppelporträt bzw. im Markenmotiv ist Mercator mit seinem Erdglobus abgebildet, wobei er in seiner rechten Hand einen Stechzirkel hält und mit ihm auf den von ihm erstmals fixierten „Polus Magnetis“ im ostsibirischen Eismeer zeigt.

 

 

 

Galileo kurz und bündig

Folge 10: GNSS-Interoperabilität

 

 

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