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Rund ein Jahr nach der Bekanntgabe einer großzügigen Donation durch die Jörg-G.-Bucherer-Stiftung…

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Beim 88. Verbändegespräch in Berlin standen aktuelle berufspolitische Fragen, die Zukunft der…

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Ob Stadtmodell, Verkehrskorridor oder technische Infrastruktur: Aus immer umfangreicheren…

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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

ZBI-Sitzung im Deutschen Bundestag

Die Sitzung des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI) im Deutschen Bundestag bot eine gute Gelegenheit, zentrale Anliegen der Ingenieurinnen und Ingenieure direkt in den politischen Dialog einzubringen. Der Austausch mit der Politik zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, technische Fragen und praktische Erfahrungen stärker in politische Entscheidungen einfließen zu lassen.

Zentrale Themen

Im Mittelpunkt der Diskussion standen das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, die Sicherung von Fachkräften, die Nachwuchsförderung sowie die Digitalisierung. Ebenso wurden Infrastruktur, Energiewende und Künstliche Intelligenz als Handlungsfelder benannt, bei denen ingenieurwissenschaftlicher Sachverstand und passende politische Rahmenbedingungen eine zügige Umsetzung erst ermöglichen.

Bürokratie und Umsetzungsgeschwindigkeit

Ein besonderes Anliegen des ZBI: In Deutschland ist häufig bekannt, was zu tun wäre, doch die Umsetzung kommt zu langsam voran. Zu komplizierte Verfahren, unklare Zuständigkeiten und unnötige Bürokratie kosten wertvolle Zeit. Gefordert werden daher leistungsfähige Verwaltungen und klare Abläufe – ohne Abstriche bei Qualität und Sicherheit.

Rolle der Ingenieurverbände

Für die teilnehmenden Verbände – darunter der Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) – ist klar: Die Perspektiven und das Know-how der unterschiedlichen Fachrichtungen der Ingenieurverbände müssen frühzeitig in politische Entscheidungsprozesse einfließen. Denn gute Entscheidungen entstehen, wenn politische Ziele und technische Umsetzbarkeit zusammen gedacht werden. Der direkte Dialog zwischen Politik und technischer Fachwelt hat sich dabei als wichtiges Instrument erwiesen.

Fazit

Die Sitzung unterstrich das gemeinsame Engagement der Ingenieurverbände: Es braucht mehr technischen Sachverstand dort, wo die Weichen für die Zukunft gestellt werden – und schneller den Weg von der Entscheidung zur Umsetzung. Den beteiligten Ingenieurverbänden und dem ZBI gilt der Dank für den konstruktiven Austausch.

(Grunau)