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"Ozapft is!" hieß es am 10. September im Tipi am Kanzleramt in Berlin. Hintergrund: Der Bayerische…

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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

Infrastruktur schneller planen – Geodaten konsequent nutzen

Anlässlich der öffentlichen Sachverständigenanhörung zum Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages am 16. März betont der Verband Deutscher Vermessungsingenieure (VDV) die zentrale Bedeutung digitaler Planungsgrundlagen für eine schnellere Infrastrukturentwicklung in Deutschland. Mit dem Gesetzentwurf verfolgt die Bundesregierung das Ziel, Planungs- und Genehmigungsverfahren insbesondere im Bereich der Verkehrs- und Energieinfrastruktur deutlich zu beschleunigen und damit dringend benötigte Projekte schneller zur Genehmigungsreife zu bringen. 

Aus Sicht des VDV geht der Ansatz in die richtige Richtung. Entscheidend sei jedoch, dass Planungsbeschleunigung nicht allein über Verfahrensverkürzungen erreicht wird, sondern vor allem durch eine konsequente Digitalisierung der Planungsgrundlagen. „Wer Infrastruktur schneller bauen will, muss zuerst die Planungsgrundlagen stärken. Präzise Geodaten und moderne Vermessung sind das Fundament jeder Infrastrukturplanung. Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz kann nur dann zum Beschleuniger werden, wenn digitale Planungsprozesse und Geoinformationen systematisch eingesetzt werden“, erklärt VDV-Präsident Wilfried Grunau. 

Nach Auffassung des VDV liegt ein wesentlicher Hebel für effizientere Infrastrukturverfahren in der systematischen Nutzung aktueller Geodatenbestände, digitaler Zwillinge und moderner Vermessungstechnologien. Sie ermöglichen präzisere Planungen, bessere Abstimmungen zwischen Behörden sowie eine frühzeitige Bewertung räumlicher Auswirkungen. Der VDV sieht daher im Infrastruktur-Zukunftsgesetz eine wichtige Gelegenheit, digitale Planungsinstrumente stärker im Infrastrukturrecht zu verankern. Dazu gehören insbesondere der standardisierte Zugriff auf hochwertige Geodaten sowie der konsequente Einsatz digitaler und KI-gestützter Planungsmodelle in Infrastrukturprojekten. „Beschleunigte Infrastrukturplanung braucht nicht nur neue Regeln, sondern auch die richtige Expertise. Vermessungs- und Geoinformationsingenieure liefern die Datenbasis und die räumlichen Analysen, auf denen Infrastrukturentscheidungen aufbauen. Diese Kompetenz muss im Infrastruktur-Zukunftsgesetz stärker berücksichtigt werden“, betont Grunau.

Der VDV wird die weiteren Beratungen des Gesetzes im Bundestag und Bundesrat konstruktiv begleiten und seine fachliche Expertise insbesondere zu digitalen Planungsprozessen und Geodateninfrastrukturen einbringen.