zum Content

Das Buch „Basiswissen Wertermittlungsverfahren“ vermittelt systematisch die Grundlagen der…

Weiterlesen
Nachrichten

Monitoring mal anders:

Analyse von Neigungsraten via Kryo-Indikatoren: 

Die Morphologie und Wachstumsrichtung von…

Weiterlesen

Der 19. Juni 1801 gilt als Gründungsdatum der Bayerischen Vermessungsverwaltung. An diesem Tag…

Weiterlesen

Wo klassische Technik an ihre Grenzen stößt, eröffnen Quantentechnologien neue Horizonte für…

Weiterlesen

Präzise Handels-, Verkehrs- und Bevölkerungsdaten ermöglichen bessere Entscheidungen.

Weiterlesen
Nachrichten

Der Feuervogel ist verglüht

Knapp zehn Jahre lang hat der Kleinsatellit BIROS (Bi-spectral InfraRed Optical System) Waldbrände,…

Weiterlesen

Kennen Sie schon das spannende neue Videoformat „JobChallenge“, das der Bayerische Rundfunk und der…

Weiterlesen

Montage und Tests abgeschlossen: Fünf Kleinstsatelliten der Mission „CuBy“ starten demnächst ins All…

Weiterlesen

Der Gasnetzbetreiber Thyssengas GmbH hat die Sweco GmbH mit dem Aufbau eines webbasierten…

Weiterlesen

Wer die Welt verändern will, der muss sie vermessen! Egal ob Brücken, Schulen oder Straßen – bevor…

Weiterlesen

Die Runde der weltbesten Uhren wird wohl noch größer.

Weiterlesen

In der Galerie des Landesamts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) wird vom 02.…

Weiterlesen

Die US-amerikanische Mathematikerin Dr. Gladys Mae West, deren Arbeiten wesentliche Grundlagen der…

Weiterlesen

Neue Möglichkeiten für räumliche Analysen mit dem NEPS: Mit einer neuen Georeferenzierung ist es…

Weiterlesen

Elf Vorschläge des bdla für eine Weiterentwicklung des Städtebaurechts zur Anpassung an den…

Weiterlesen

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

Planende Berufe im Dialog: Gemeinsam mehr Gewicht in der Politik gewinnen

Beim 88. Verbändegespräch in Berlin standen aktuelle berufspolitische Fragen, die Zukunft der Zusammenarbeit und die Rahmenbedingungen für qualitätsvolles Planen und Bauen im Mittelpunkt. Auch der VDV brachte seine Perspektive in den Austausch der beteiligten Organisationen ein.

Wie können die Interessen der planenden Berufe in der Politik künftig besser wahrgenommen werden? Und wie lässt sich die Zusammenarbeit der beteiligten Verbände weiterentwickeln? Diese Fragen prägten das 88. Verbändegespräch am 13. Oktober 2026 im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin. Unter der Leitung von Alexander Poetzsch, Präsident des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA), kamen Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen zusammen, um aktuelle berufspolitische Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsame Perspektiven auszuloten. Das zweimal jährlich stattfindende Treffen bietet den beteiligten Verbänden eine wichtige Gelegenheit, Positionen abzugleichen und Themen zu beraten, die das Planen und Bauen in Deutschland betreffen.

Berufspolitik braucht gemeinsame Positionen

Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Novellierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), der sogenannte Bauturbo sowie die Weiterentwicklung von Planungswettbewerben und anderen qualitätsorientierten Vergabeverfahren. Dabei wurde deutlich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für Ingenieur- und Architekturbüros sind – sowohl mit Blick auf die wirtschaftliche Situation als auch auf die Qualität der Planungsleistungen.

Ein Schwerpunkt war die zukünftige Ausrichtung des Verbändegesprächs selbst. Die Beteiligten regten an, die Zusammenarbeit in einem Workshop grundsätzlich zu diskutieren. Dabei soll es insbesondere darum gehen, die politische Sichtbarkeit der planenden Berufe zu erhöhen, gemeinsame Grundsätze zu vereinbaren und die öffentliche Präsenz der Organisationen besser aufeinander abzustimmen.

HOAI-Novelle bleibt ein wichtiges Thema

Intensiv diskutiert wurde der Stand der HOAI-Novelle. Dass die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen angepasst werden müssen, wird grundsätzlich auch politisch gesehen. Die konkreten Vorschläge für die Honorartabellen stoßen allerdings weiterhin auf Kritik; insbesondere die Höhe der vorgesehenen Anpassungen wird unterschiedlich bewertet. Für die Planungsbüros bleibt damit entscheidend, dass die Reform zu wirtschaftlich tragfähigen Bedingungen für die Erbringung qualifizierter Leistungen führt. Die Novelle ist zugleich ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Planungsberufe. Ergänzend wurden die Ergebnisse einer aktuellen Konjunkturumfrage unter Ingenieur- und Architekturbüros behandelt. Sie liefern wichtige Anhaltspunkte für die wirtschaftliche Lage der Branche und die Herausforderungen, vor denen die Büros stehen.

Baukultur, Hochschulen und digitale Bauanträge

Weitere Themen zeigten, wie breit die gemeinsamen Interessen der beteiligten Organisationen gefächert sind. Die Bundesstiftung Baukultur stellte den Baukulturbericht 2026/27 unter dem Titel „Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt“ vor. Der Bericht beschäftigt sich mit der Bedeutung guter Planungs- und Bauprozesse und dem Beitrag der Baukultur zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kritisch angesprochen wurde außerdem der Abbau von Lehrstühlen und Studienangeboten an deutschen Hochschulen in den Bereichen Planen und Bauen. Die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) machte auf diese Entwicklung aufmerksam. Damit verbunden ist die Frage, wie die wissenschaftlichen Grundlagen und die fachliche Ausbildung für die Zukunft gesichert werden können.

Zum Abschluss stellte der Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI) die Ergebnisse des Forschungsprojekts „3D-Lageplan zum Baugesuch“ vor. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung des Lageplans für digitale Bauantragsverfahren. Das Projekt zeigt, welche Bedeutung verlässliche Geodaten und eine bessere digitale Zusammenarbeit der beteiligten Fachdisziplinen für effizientere Planungs- und Genehmigungsprozesse haben.

Austausch fortsetzen, Zusammenarbeit stärken

Das Verbändegespräch hat erneut gezeigt, wie viele berufspolitische Fragen Ingenieurinnen und Ingenieure, Architektinnen und Architekten sowie weitere am Planen und Bauen beteiligte Fachleute gemeinsam beschäftigen. Die geplante Verständigung über gemeinsame Grundsätze und abgestimmte politische Aktivitäten bietet die Chance, diese Interessen künftig noch wirksamer zu vertreten. Der VDV wird die weiteren Entwicklungen aufmerksam begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Perspektiven der Geodäsie und Geoinformatik im Dialog der planenden Berufe sichtbar bleiben.

(VDV-Geschäftsstelle)