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Baden-Württemberg:...

Mit dem amtlichen Satellitenpositionierungsdienst SAPOS stellt das Land Baden-Württemberg…

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Das Niedersächische Landeskabinett hat im Mai 2025 eine neue Standortstruktur der Niedersächsischen…

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Der Kreis Herford blickt auf 200 Jahre amtliches Liegenschaftskataster zurück. Was einst als…

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Zwei internationale Studien unter Leitung der Universität Freiburg zeigen, wie Daten aus der…

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„Salmon-Fiedler“ war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein Markenname, der in der…

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Dieses Buch über die Geschichte der Stochastik von den ersten Anfängen bis etwa 1920 deckt einen…

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Radioaktive, chemische oder biologische Stoffe sind in Bedrohungslagen meist unsichtbar und lassen…

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Die Mitglieder des Ingenieurrates Mecklenburg-Vorpommern haben Dipl.-Ing. Max Guse vom VPI…

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Die ersten beiden Bilder des Satelliten Meteosat Third Generation-Sounder wurden auf der…

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Wissenschaftler haben eine deutlich billigere Alternative zu teuren irdischen Methoden entwickelt.

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Nicolás Martínez Heredia, vom Forschungsbereich Kartographie der TU Wien hat den Ersten Preis im…

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Die Getac Technology GmbH stellt auf der Maintenance 2026 in Dortmund in der Halle 7, Stand 7308,…

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VDVinformiert

VDVmagazin 1/2026

• Orientierung in der Datenflut: Auf der Suche nach Erkenntnis

• Analyse der Auswirkungen…

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VDVinformiert

Rita Süssmuth verstorben

 Mit großem Bedauern hat der VDV zur Kenntnis nehmen müssen,
 dass die Trägerin des Goldenen Lotes…

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Mit dem Forschungsprogramm EloQa will die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit GmbH…

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VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

VDV-Bezirk zu Besuch bei der Fa. Vogelsang in Herten

Für interessierte Ingenieure und Gäste des Bezirkes öffneten sich bei der Fa. Vogelsang die Tore. Die Fa. Vogelsang produziert am Standort Herten Kunststoffrohre aus den unterschiedlichsten Werkstoffen wie PP, PVC-U und PE-HD. Damit ist sie einer der wenigen Hersteller weltweit, die in dieser Materialbandbreite Produkte anbieten. Die Kunststoffrohre werden für den Einzug von Kabel zu Steuer- und Telekommunikationszwecke verwendet. Abnehmer der Rohre sind dementsprechend die Industrie und der Tiefbau sowie Versorgungsunternehmen wir Telekommunikationsanbieter oder Stadtwerke.

Begonnen hat das Unternehmen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Herstellung von Korrosionsschutzartikel für den Stahlrohrleitungsbau.

Der Besuch begann mit der Vorstellung der Fa. Vogelsang und deren Leistungsbild. Bei dem sich anschließenden Rundgang konnten das Labor, die Produktion sowie die Lagerhaltung besichtigt werden. Im Labor wurde gezeigt, u. a. wie Langzeitversuche an Rohrstücken die Qualität sichern sollen. In der Produktion konnten verschiedene Bandstraße in Augenschein genommen werden, die aus PE-Granulat durchgehende Rohre bis 2500 m Länge herstellen können, die gleichzeitig auf Trommel gewickelt werden. An anderer Stelle wurden die Rohre aus PVC-U als Stangenware gefertigt. Nach Prüfung der Rohre werden diese für den europaweiten Versand durch LKW vorbereitet.

Der Besuchstermin schloss ab mit einem gemütlichen Beisammensein in einem Biergarten mit Bewirtung der Vogelsang, bei dem noch weiterer Erfahrungsaustausch stattfand.

Ganz herzlich bedanken wollen wir uns noch bei Herrn Janke, Geschäftsführer, sowie bei Herrn Rohmann, Vertriebsleiter Deutschland, für deren fachkundige Führung durch ihr Unternehmen, welche keine Frage unbeantwortet ließ.

VDV-Landesvorstand und Bezirke im Dialog - Informationsaustausch über die gemeinsame Zukunft

VDV-Landesvorstand und Bezirke im Dialog - Informationsaustausch über die gemeinsame Zukunft bei der Landesausschusssitzung am 27./28.02.2026 in Schwerte

Das Tagungshaus der katholischen Akademie in Schwerte bot zum wiederholten Mal den Treffpunkt für den gemeinsamen Gedanken- und Informationsaustausch zwischen dem VDV-Landesvorstand NRW und den Vertretern der Bezirke. Mit der zentralen Lage in Nordrhein-Westfalen und dem unmittelbaren Anschluss an die A 1 verfügt diese Akademie über ein Gesamtpaket für eine gelungene Kombination von Austausch, Unterkunft und Tagung an einem Ort.      

Begrüßung Zu Beginn der Zusammenkunft begrüßte der Landesvorsitzende Ulf Meyer-Dietrich die angereisten Kolleginnen und Kollegen aus den NRW-Bezirken. Der VDV-Präsident Wilfried Grunau war aus dem Norden angereist, um der Veranstaltung beizuwohnen. Dieser wurde ebenso herzlich empfangen wie die 4 jungen Vertreter der Fachschaften Geodäsie der Universität Bonn und der Hochschule Bochum. Die Wochenendveranstaltung dient dem intensiven Austausch von Informationen untereinander und um ein starkes Miteinander zu fördern.

Daher wurde bewusst der Schwerpunkt auf die Bezirksarbeit gelegt und durch einen zukunftsweisenden Fachvortrag über KI in der Geoinformation begleitet. 

Berichte aus den Bezirken Die anwesenden Bezirksvorstände berichteten aus ihren Bezirken über Aktionen, Fachvorträgen und -exkursionen seit der letzten Landesausschusssitzung im Jahr 2023. Nach der Coronapandemie sind wieder viele Veranstaltungen wie gewohnt durchgeführt worden. Dazu zählten auch die regelmäßig stattfindenden Stammtische oder auch Netzwerktreffen, die allerdings in unterschiedlicher Form, Ort und Zeit abgehalten wurden. Angebote von Exkursionen und Fachvorträge hatten nicht nur geodätischen Bezug, sondern wurden oft mit regionaltypischen Gegebenheiten, Firmen oder Museen in den Bezirken verknüpft. Eine Vielzahl von Ideen und Angebote wurden durch diese intensiven Berichte untereinander ausgetauscht. In vielen Bezirken wurden Veranstaltungen zur Ehrung von langjährigen Mitgliedern auf Neujahrsempfängen oder Mitgliederversammlungen abgehalten. Und wenn dieses nicht gelang, so wurde zum Teil ein persönlicher Besuch zur Übergabe der Urkunde und Ehrennadel durchgeführt.

Ein zentrales Zukunftsthema ist die Nachwuchsgewinnung im Berufsverband. Dieses nimmt jeder Bezirksvorstand bei seiner Vorstandsarbeit oder auch bei den Veranstaltungen in den Bezirken wahr. Mit den anwesenden vier Studenten der Fachschaften Geodäsie entspann sich daraufhin ein reger Austausch über die Wahrnehmung des Berufsverbandes an deren Hochschulen. In der aufgeschlossenen Diskussion wurden dann verschiedene Vorschläge und Impulse zur Einbindung der Studierenden zur Teilnahme an Veranstaltungen des VDV aus der Runde heraus gemacht. Diese Anregungen wurden von den Teilnehmern begrüßt und sollen nun bei der Zusammenarbeit mit den Hochschulen berücksichtigt werden.   

Bis in den späten Abend hinein ergab sich für alle Teilnehmer im „Schwerter Keller“ der Akademie die Möglichkeit sich über ihre Bezirksarbeit auszutauschen. 

Vortrag Eingebunden im Landesausschuss war ein zukunftsweisender Vortrag von Dr. Sebastian Hellmann, Sachgebietsleiter Geoinformation beim Kreis Unna. Im Beitrag „KI in der Geoinformation“ zeigte der Vortragende ein Anwendungsbeispiel aus der Praxis. Das aus dem Projekt Urban.KI geförderte und entwickelte KI-Tool beinhaltete ein Aufgabenspektrum aus der Photogrammetrie. Aus Luftbildaufnahmen unterschiedlicher Jahrgänge und Qualitäten sollte ein KI-Tool für die Erkennung von Objekten trainiert werden. Dazu wurden am Beispiel von Swimmingpools verschiedene Bilder von Pools für die Validierung in Form, Farbe und Muster exemplarisch definiert, damit eine hohe Wiedererkennung bei der Anwendung gesichert ist. Für die Fachbehörde sollte damit eine Steigerung der Kosteneffizienz, von Zeitressourcen und der Aktualität von Daten einhergehen. Neben den ersten Einsätzen und den daraus resultierenden Ergebnissen gab Dr. Hellmann einen ehrlichen Blick auf die aktuelle Anwendung dieser KI. Es erfordere noch eine große Unterstützung und Akzeptanz auf vielen Ebenen, Zeit und Geduld, sowie größere Investitionen in der Hard- und Software, um anschließend auch den Menschen mit dem entsprechenden Wissen auszustatten. Am Ende ist es immer noch der Mensch, der die Datenschöpfung begutachtet und kontrolliert.   

Keynote Vom Präsidenten Wilfried Grunau wurde in seiner Keynote bewusst die grundlegende Frage nach der Veränderung der Realität und dem Verständnis in der Geodäsie und Geoinformatik durch den Einsatz der Künstlichen Intelligenz (KI) gestellt. Die KI ist längst im Alltag der Menschen angekommen. Es ist ein fester Bestandteil im beruflichen Alltag und besitzt hohes Potential für die Zukunft. 

Mit der wissenschaftlichen Anerkennung durch die Verleihung des Nobelpreises im Jahr 2024 an zwei renommierte Forscher für die Arbeiten zu neuronalen Netzen ist ein Paradigmenwechsel mit weitreichender Bedeutung über viele Disziplinen hinweg eingetreten. Dieser ist in einer so kurzen Zeit vollzogen worden, ohne dass die weitreichenden Folgen erkennbar werden. Hier verweist der Vortragende auf die enorm ansteigenden Dimensionen des Energie- und Ressourcenverbrauchs durch die Anwendung der KI hin. Daneben kommt der Anteil steigender CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Elektroschrott hinzu. Eine Abwägung von Nutzen und Ressourcenaufwand ist von strategischer Bedeutung für die klimarelevante Zukunft. 

Aber auch „die KI“ ist nicht objektiv und fehlerfrei. Sie entkoppelt sich vom Menschen. Mit Hilfe von KI-Agenten kann sich mittlerweile die KI mit sich selbst unterhalten und der Mensch liest nur mit.

Durch die enorme Zunahme an Informationen werden diese synthetisch erzeugten Daten wiederum für KI-Modelle genutzt, so dass es zu Qualitätsverlusten und strukturellen Verzerrungen kommt. Einzig die menschliche Intelligenz kann hier Orientierung geben.

Eingehend auf den Datenschutz und infrastrukturelle Abhängigkeiten verweist Grunau auf die aktualisierte Ausgabe seiner demnächst neu aufgelegten Buchpublikation hin. 

Ehrung Im Rahmen der Landesausschusssitzung wurde der Schriftführer des Landesvorstandes NRW Jörg Berchter für seine 40-jährige Mitgliedschaft im VDV durch den Landesvorsitzenden Ulf Meyer-Dietrich geehrt. Dem Dank für die Arbeit und Mitarbeit im VDV-Bezirk sowie im Landesvorstand schlossen sich alle Anwesenden mit großem Applaus an. 

Informationen des Vorstandes 

Der zweite Schwerpunkt der Landesausschusssitzung war die Weitergabe von Informationen zu aktuellen Themen aus der Vorstandsarbeit. Zwar werden alle Mitglieder durch die Versendung des Newsletters „VDV-NRW Infos“ über die Vorstandsarbeit und Termine informiert, aber in dieser Landesausschusssitzung konnten vertiefte Berichte an die Teilnehmerrunde gegeben werden. Dazu berichtete der Landesvorsitzende Ulf Meyer-Dietrich über verschiedene Schwerpunktthemen der Arbeit des Landesvorstandes.

Novellierung des Vermessungs- und Katastergesetzes NRW und Bauordnung und deren Folgen

Anlass der größeren anstehenden Änderung im VermKatG ist u. a. der Fachkräftemangel, die Digitalisierung und die Aufgabe, das Liegenschaftskataster für die Zukunft fit zu machen. Daher ist schon seit dem Jahr 2020 eine AG mit dieser Aufgabe betraut. Der VDV ist in dieser AG intensiv an den Diskussionen über die anstehenden Änderungen, z.B. bei der Gebäudeeinmessung beteiligt. Weitere anvisierte Änderungen sind im Bereich der Datenhaltung, der Zusammenarbeit mehrerer Kommunen, des digitalen Zwillings und der Landbedeckung und -nutzung angestrebt. Der Referentenentwurf soll in Kürze vorgelegt werden. Es ist geplant, dass das parlamentarische Verfahren bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll und somit die Verabschiedung des neuen VermKatG noch vor dem Ende der Legelativperiode im Mai 2027 vollzogen werden kann.

Mit den geplanten Änderungen im VermKatG wird zudem der Erhebungserlass anzupassen sein. Auch dafür ist der VDV wieder in einem Gremium vertreten, der die Bearbeitung fachtechnisch begleitet. Parallel zur geänderten Nachweispflicht der Gebäude im Liegenschaftskataster wird zurzeit die Bauordnung NRW geändert, so dass in Summe die Aktualität und Vollständigkeit des Gebäudenachweises erhöht wird. 

Weitere Themen waren u. a. die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen ALKIS-Lenkungsgremium und Gebühren, sowie GeoIT-Round Table und in der Nachwuchsgewinnung Geodäsie.NRW. Hierzu gab es jeweils inhaltliche Updates zu den Informationsständen seit dem letzten Austausch auf Landesebene. 

Die ganze Bandbreite der Vermessungsthemen können nun in die Bezirke mitgenommen werden, um dort diskutiert zu werden. Rückmeldungen aus der Bezirksarbeit werden hier vom Landesvorstand ausdrücklich gewünscht, damit weiterhin eine große Meinungsvielfalt als Basis der Berufsvertretung für eine gelingende Vorstandsarbeit zur Verfügung steht. Der Austausch und die Berichte der Bezirke machten an diesem Treffen deutlich, wie wichtig die regionale Vernetzung, die Nachwuchsarbeit und die fachliche Fortbildung sind. Die Bezirke und deren Arbeit vor Ort bilden das Rückgrat des Berufsverbandes. 

Zum Abschluss der Veranstaltung kam besonders von den Fachschaftsvertretern ein großes Lob für die Veranstaltung. Die vier Studenten nahmen auf Einladung zum ersten Mal teil. Sie hätten nun eine neue Einsicht über die Arbeit des VDV gewonnen. Der VDV ist nicht nur eine Fach- und Exkursionsplattform, sondern engagiert sich auch auf berufspolitischer Ebene in Land und Bund. Dabei gehe es nur um die Angelegenheiten der Geodäsie und nicht um Parteipolitik. Mit diesem Bewusstsein können sie nun ihre Informationen in die Fachschaft weitertragen. Mit dem Dank an die Teilnehmer vom Landesvorsitzenden für deren hohen Einsatz vor Ort und zeitlichen Aufwand in deren Freizeit endete die Landesausschusssitzung in Schwerte. 

Hubert Bröker